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Hochzeitsfoto Portrait in Bremen

 

Mehr und mehr wandelt sich mein Stil in der Hochzeitsfotografie Richtung Emotionen. Das hat unterschiedliche Gründe. Moderne Hochzeiten in Amerika und Europa konzentrieren sich heute geradezu auf die Reportage, es wird nicht, oder nur ganz wenig, posiert und in die Kamera geschaut. Der Fotograf bleibt so weit es geht unbemerkt. Das gilt natürlich nicht für Gruppenfotos, die obligatorisch ein Muss sind. Mein Bestreben ist nach Möglichkeit als Beobachter zu agieren, Emotionen einzufangen und dabei unbemerkt bleiben. Das altbackene „schaut mal in die Kamera“ ist, in meinen Augen, nicht mehr zeitgemäß. Das Paar genießt den schönsten Tag in ihrem Leben. Da möchte man nicht als Fotograf mit irgendwelchen Aufgaben diesen einen Tag betrüben. Das oftmals angestrebte Brautpaarshooting verläuft optimal, wenn man kurz das Brautpaar schnappt und paar Hundert Meter weitergeht, um etwas Raum für die 2 zu bekommen. Ungünstig ist, wenn man zuerst 1 Std. Anfahrtszeit in Kauf nehmen muss, um dann 10 Fotos zu schießen. Das sind 2 Std. Zeit die an dem Tag mit anderen besseren Dingen verbracht werden können. Solch manches Paar hat Angst vom Regen. 

Dabei ist es nicht wichtig, ob es regnet oder nicht. Man kann es eh nicht ändern. Sehr viel wichtiger ist der emotionale Zustand von der Braut und Bräutigam. Sind die beiden glücklich und entspannt, so wird das auf die Aufnahmen transferiert und vom Betrachter, der die Fotos sich anschaut, positiv wahrgenommen, gleichzeitig löst es Emotionen aus. Ich rate meinen Paaren das zwanghafte „tolle Fotos haben wollen“ abzustellen und sich ganz allein auf den tollen Tag zu konzentrieren. Tolle Fotos kommen dann „fast“ ganz von allein.